Korg Triton
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Synthesizer/Sampler/Sequencer
Der All-in-One-Synthesizer! Mit der Triton Workstation mache ich alles, wozu ich kein spezielles Instrument habe.
Das Ding ist zunächst mal ein sehr gut klingender 62stimmiger Synthesizer mit PCM-Klangerzeugung, 8fach-Multi-Modus, 16-Spur-Sequenzer,
Sampler und Midi-File-Player. Die PCM-Programme sind rundum sehr gut und brauchbar. In der Standardversion fällt eigentlich
nur der eher unterdurchschnittlich gute Piano-Klang auf; hier hat Korg wohl mit Absicht gespart, da sich ja ein optionales
Piano-Board mit ausgezeichnetem Sound nachrüsten lässt. Da ich meine Piano-Sounds ohnehin dem Roland JV2080 entnehme und über
eine 88-Tasten-Klaviatur spiele, ist das für mich allerdings nicht wichtig. Wer die Triton dazu auch nutzen möchte, soll auf
jeden Fall den Kauf der PCM-Erweiterung direkt mit einplanen.
Weiteres Manko: Im Gegensatz zum Vorgängergerät Trinity läßt sich hier (noch?) kein Harddisk-Recording-Board nachrüsten. Diese Möglichkeit ist aber mittlerweile in der neu erschienenen Studio-Version standardmäßig enthalten; die allerdings eine ganze Stange Geld mehr kostet.
Als besonderer Vorteil der Workstation gilt das grosse berührungsempfindliche Display, das ich auch sehr schätze. Im Program-Modus hat man hier direkten Zugriff auf Standardparameter wie Oktavenverschiebung, Cutoff, Effektanteile und ähnliches. Im Combination-Modus lässt sich auf dem Display sehr intuitiv die Lautstärkeabstimmung der Einzelstimmen oder auch Veränderung der Klangprogramme einzelner Stimmen vornehmen.
Ein weiterer Grund, warum ich die Triton vergleichbaren Workstations vorgezogen habe, ist die ungeheuer flexible Echtzeitsteuerung von Soundparametern. Es lässt sich nahezu jeder denkbare Klangparameter über einen von vier Drehpotis, zwei Switches, dem Joystick, dem Ribbon Controller, Fußschaltern/-pedalen, der Anschlagsstärke oder was nicht noch alles ansteuern. Die Steuerelemente sind auch beliebig mehrfach belegbar; so dass man beispielsweise durch berühren des Ribbon-Controllers den Cutoff des Filters erhöhen, die Lautstärke herunterfahren und vielleicht den Wah-Wah des Insert-Effekts einschalten kann. Wahnsinn!
© Timo Dickscheid
