Roland VK7
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Note: I do not update these pages currently but will keep them as an archive. If you're interested in my current work please visit my website at the University of Bonn.
Drawbar Combo Organ
Das ist mein Lieblingsinstrument! Ein Hammond-Clone, der wirklich dem Sound einer B3 recht nahe kommt.
Aufbau: Das Holzgehäuse macht optisch schon was her und verrät die Funktion der VK7als puren Orgel-Nachbau. Die Bedienelemente sind
meines Erachtens sehr intuitiv angeordnet und ohne aufwendige Tipparbeit direkt zu erreichen. Das betrifft vor allen Dingen
die Standardfunktionen wie Zugriegel, Percussion und Leslie. Aber auch der direkte Zugriff auf den Overdrive- und Reverb-Effekt
über Drehpotis lernt man schnell zu schätzen.
Sound: Die VK-7 besitzt zwar auch eine Section mit einer Handvoll PCM-Sounds, über die ich aber hier nicht lange sprechen möchte; da sind alle aktuellen Synthis besser. Aber der Orgelsound ist unglaublich! Bereits ohne Feineinstellungen läßt sich mit ein paar Hangriffen an Overdrive und Zugriegeln zwischen säuselnden Blues-Orgeln und fetten Rock-Sounds aka Deep Purple alles bewerkstelligen. Die Percussion-Effekte arbeiten sehr gut mit, obwohl man bei hohen Overdrive-Einstellung vorsichtig damit sein muss. Durch Feineinstellung im Edit-Menu lässt sich der Sound noch stärker anpassen; vor allem sind hier die Vintage-Leak- sowie die Click-Einstellung zu erwähnen, anhand denen man das typische alte, kratzige und röchelnde Nebengeräusch einstellen kann.
Effekte: Für mich hat sich als Nachteil entpuppt, dass sich die Lautstärke massiv erhöht, wenn man Overdrive dazugibt. Das mag für einen Gitarristen oder Analog-Freak ganz normal sein und ist auch erklärbar; wer allerdings wie ich Digitalgeräte gewöhnt ist, den irritiert das ein wenig. Mittlerweile habe ich mir verschiedene Programme fest eingespeichert, die unterschiedlich hohe Grundlautstärken haben, um nicht ständig mit einem Finger am Volume-Regler zu hängen.
Was mir sehr fehlt, ist eine stufenlose Regelung der Rotorgeschwindigkeit in Echtzeit. Die Geschwindigkeit der Tief- und Hochton-Speaker lässt sich zwar äußerst flexibel einstellen und abspeichern; aber im Livebetrieb hat man pro Klangprogramm nur Zugriff auf zwei verschiedene Geschwindigkeiten. Ein spontanes Ausprobieren anderer Rotorgeschwindigkeiten auf der Bühne funktioniert somit nicht. Schade, da die Sounds zusammen mit der Band und mit entsprechender Lautstärke meist ganz anders klingen als zuhause oder im Proberaum.
Alles in allem bin ich mit der VK7 sehr zufrieden und in den Bands auf gute Resonanz gestossen. Man sollte sich mal das Nachfolgemodell VK8 ansehen; das wohl eine erheblich authentischere Waterfall-Tastatur und weitere Verbesserungen besitzt.
© Timo Dickscheid
